Ältere Menschen in der Wohnwirtschaft

Die Zahl der älteren Menschen, die zu Hause leben, ist hoch und wird weiter steigen. Ältere Frauen stellen eine grosse Gruppe dar, dennoch sind sie kaum sichtbar. Es gibt wenige Beispiele, die zeigen, wie das Leben organisiert wird, wenn die Altersbeschwerden zunehmen. Deshalb haben die Age Stiftung und die Frauenzentrale Zürich eine Broschüre herausgegeben. Darin werden sechs Frauen porträtiert, die beschreiben, was ihnen bei der Bewältigung des Alltags hilft und welche Dienstleistungen sie beanspruchen. Neben Tipps von Frauen für Frauen enthält die Broschüre Hinweise, wie Gemeinden und Liegenschaftsver-waltungen auf die Bedürfnisse des Älter-werdens eingehen können. Deutlich wird dabei, wie wichtig gute Rahmenbedingun-gen für das autonome Wohnen zu Hause sind. Diese Rahmenbedingungen gilt es zu schaffen und zu pflegen, damit ältere Menschen ermutigt werden, Hilfsangebote und ihre eigenen Ressourcen zu nutzen.

Die Broschüre "Älter werden und autonom wohnen" (Format A5) kann kostenlos bei der Age Stiftung bezogen werden. www.age-stiftung.ch


Projekt "Ältere Menschen in der Wohnwirtschaft"
Das Projekt, eine Kooperation der Frauenzentrale und der Age Stiftung startete im Frühling 2010. Im Zentrum stand die Frage, was getan werden kann, um älteren alleinstehenden Menschen - aufgrund der längeren Lebenserwartung mehrheitlich Frauen - das autonome Wohnen so lange wie möglich zu sichern. Im Dezember 2011 beschloss die Projketträgerschaft, die Idee der Anlaufstelle für Altersfragen in Gossau ZH im Sinne eines Pilotprojekts umzusetzen. Ziel war es, zwei bestehende Wohnhäuser mit Alterswohnungen miteinander zu vernetzen und eine Nachbarschaftshilfe aufzubauen. In einem Leitfaden sollen die Ausganslage, die einzelnen Schritte und die Resultate dokumentiert werden. Im letzten Teil des Projekts ist die oben gezeigte Broschüre entstanden. Sie zeigt, wie sechs Frauen zwischen 75 und 89 Jahren den Alltag meistern. Die Broschüre soll dazu beitragen, sich frühzeitig mit der Wohnsituation im Alter zu befassen und Frauen ermutigen, ohne Scheu Hilfe anzunehmen.